Überprüfung des Oberstufenmodells in Bolligen

Das Oberstufen-Modell 3a mit niveau-getrennten Klassen stösst wie in anderen Gemeinden auch Bolligen je länger je mehr an organisatorische Grenzen. Ebenso übt die Anforderung einer frühen Selektion in Verbindung mit einem eher wenig durchlässigen Modellen verschiedentlich grossen Druck auf die Schüler*innen aus. Bolligen ist nun daran, das Schulmodell des Oberstufenzentrums zu überprüfen.

Die Frage ist, ob die Schülerinnen und Schüler im bestehenden Modell (Modell 3a, teilweise gemischte Klassen, SpezSek-Klassen, Jahrgangsklassen, Talentförderung Bolligen) optimal gefördert werden. Mögliche Alternativen sollen hinsichtlich einer zukunftsgerichteten und anschlussfähigen Oberstufe diskutiert werden. Die Gemeinde Bolligen möchte ein durchlässiges Schulmodell, das Vorteile bei der betrieblichen und pädagogischen Führung aufweist, Wohlbefinden und Chancengerechtigkeit sichert, hohe schulische Leistungen ermöglicht und bei den Eltern und Lehrpersonen breit akzeptiert ist.

Als externe Projektleitung führen Markus Heinzer und Lars Ziörjen einen umfangreichen partizipativen Prozess: Ist-Analyse, Vision, Passung, Entscheiden, Umsetzen. Eine Projektgruppe aus Behördenmitgliedern, Schulleitungen und einer Vertretung der Lehrpersonen überwacht und steuert den Prozess. Weil jedes Schulmodell nur so gut ist, wie es durch die Lehrpersonen schliesslich umgesetzt wird, und weil motivierte Lehrpersonen grundsätzlich besser unterrichten und eine stabilere Beziehung zu den Schüler*innen aufbauen, geben wir dem Lehrkörper im Prozessablauf eine zentrale Rolle.

«Der heutige Vormittag hat mich sehr inspiriert und ich hatte Freude daran, wie sich die Lehrpersonen wirklich mit den Modellen auseinandersetzen.»

Carmen Dölle

Gemeinderätin Ressort Bildung

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